Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Startseite SMAG Sundance 2014 Taktlos pres. DAVID K. TAKTLOS pres. NASTIA  5 Jahre Taktlos SMAG Sundance 2012 WinterWorld 2014  Chiemsee summer 2014 Juicy Beats 20 Technik  Electronic Family 2012 Studio Soundtropolis 2011 Essence MAYDAY 2012 Club Depot 4 Jahre Taktlos GOETHEBUNKER Nachtresidenz FZW Dortmund Alma Gold@Taktlos  Taktlos Taktlos Open Air 2011 Loveparade 2010 ....die andere Seite RIP PLASTIK FUNK TASTIK & MUSCHI BEATZ GOETHEBUNKER Club 3Klang Made in Moers Opium Club Studio  Hell & Dunkel Open Air Review Electronic Family SMAG Sundance 2011 Luft & Liebe Festival 2011 Techno Club  Ruhr in Love 2011 Review MAYDAY 2011 Alle in den Bunker Energy Son of a Bastard  GoldClub Soundtropolis  Taktlos Wir sind Helden Patrice TRANCE CITY Herrenmagazin Loveparade 2010 Bilder Nature One  Loveparade RIP 

Electronic Family 2012

30.06.2012Amsterdam _____________________________________________

Electronic Family 2012

Familiar feelings.....die Electronic Family 2012 in Amsterdam Wir schreiben das Jahr 2012, Techno wurde gefühlt in jedem Monat seiner jahrzehntealten Geschichte totgesagt, Trance noch viel häufiger. Die Medien widmen sich erst gar nicht mehr diesem Thema. Die Besucherzahlen auf Highend-Festivals steigen allerdings immer weiter (komisch, oder?), was sich nur mit einem Wort erklären lässt:Leidenschaft!Die der Fans und ganz besonders die der Hauptprotagonisten der internationalen Danceszene. Nirgendwo so gut zu beobachten wie in den Niederlanden - und wenn dann noch Armin van Buuren seine Familie im Amsterdamse Bos an den Tisch bittet, dann wird sich niemand wagen, diese Einladung auszuschlagen.Techno ist in Holland nicht nur einer von vielen Musikstilen, sondern eine veritable Kultur, bei der es nicht nur um die Musik geht - sondern um das Miteinander. Was sich darin äußern kann, dass einen wildfremde Partygänger vor einer Stolperfalle warnen, man einfach so ein Bier in die Hand gedrückt bekommt oder Rollstuhlfahrer in der Menge von Mehreren hochgehalten werden. Zustände, wie man sie hier einfach überhaupt nicht kennt oder das letzte Mal 1992 erlebt hat.Eine Oma mit Rollator und Partyhut, die sich sämtliche DJs der Mainstage reinzieht würde hier vermutlich Befremden auslösen. In den Niederlanden fragt niemand danach.Your House is my House.Die Freundlichkeit der Szene ist legendär, kein Veranstalter kann sich ein angenehmeres Publikum wünschen. Soviel als Prolog, nun zu dem Event, welches wieder Maßstäbe setzen konnte. Begrüßt werden wir vor Ort von freundlichen Ordnern, die uns unkonventionell einen Parkplatz direkt in der Nähe des Geländes zuweisen. Schwerste Bassgewitter wabern übers Gelände. Dabruck and Klein in da House.Willkommen an einem Ort, wo die Fröhlichkeit ihr Zuhause hat.Erste Sichtprobe: Doppelt so viele Stände wie im letzten Jahr. Von der Popcornbude über Merch und Cocktailbars bis hin zu umfunktionierten VW-Bussen randvoll mit Süßigkeiten. Hat hier der Kapitalismus endgültig die Szene besiegt? Was machen da bitte Fahrgeschäfte von der Kirmes??Wenige Augenblicke später macht das alles Sinn. Leute liegen im Gras und genießen die Musik, einen Cocktail in der Hand und ne Kette mit zuckrigen Liebesperlen um den Hals. Partypeople mit strahlendem Gesichtsausdruck sitzen in den Karussells. Die Szenerie wirkt wie ein riesiger Spielplatz für Erwachsene, beschallt mit feinstem Highend-Sound.Zwei Stages beglücken das internationale Publikum, welches teilweise sogar aus Marokko angereist kommt.Die Armada-Stage, das altbekannte Zelt welches komischerweise immer noch existiert, obwohl es von diversen Parties schon längst in Stücke geschossen sein müsste.Hier geben sich die angesagtesten Namen der internationalen Tranceszene die Pioneers in die Hand. Alex M.O.R.P.H, Shogun, Ørjan Nilsen und Armin-Sidekick Ruben de Ronde um nur einige zu nennen. Sied van Riel und W & W hinterlassen eine vor Glück schreiende Meute. Der Lautstärkepegel ist selbst mit professionellen Ohrstöpseln krass. Hier toben sich die Die-Hards aus, die nichts kleinkriegt.Rüber zur Main, der Family-Stage, die wie immer imposant rüberkommt - und sich dann durch die hüpfende Menge gekämpft, was auch hier zu keiner Zeit ein Problem darstellt. Hier wird einfach mit einem freundlichen Lächeln Platz gemacht. Mal wieder Marco V......man kann von diesem innovativen, warmen Techtrancesound nie genug bekommen. Einer der Djs, der immer überrascht und zwar ausnahmslos positiv.Markus Schulz, der sympathische Kanadier schafft im Anschluss das Kunststück, dem ziemlich verwöhnten Autor dieses Artikels eine heruntergeklappte Kinnlade zu hinterlassen. Die Wucht und die Energie dieses Auftritts wird niemand vergessen, der dabei war. Der Spirit lebt und ist gerade hier lebendig wie selten zuvor. Bösester Techno und ergreifende Harmonien, die miteinander auf der großen Spielwiese Fangen spielen. Die Meute kriegt sich nicht ein und die Sonne scheint. Wer hier jetzt nicht gerade Spaß hat, hat ein Problem. Das alte Gefühl, warum man so lang in dieser Szene ist und nie genug davon bekommt. Die Szenerie schwebt!Nach einer kurzen Pause, versüßt durch Christian Burns, der moderiert und seine größten Hits bringt, folgt der nächste Klopper in Form von Ferry Corsten.Was soll man sagen? Energie in Noten und epischer Breite. Auch er ein Kandidat, dem man sich nie entziehen kann.Und weiter gehts auf der Sause mit unser aller Paul van Dyk, Mann der allerersten Stunde. Er dreht die BPM-Zahl rauf und ballert gewohnt hardtrancig in die Menge. Es werden immer mehr Menschen, die auf das Festivalgelände strömen. Stoisch und nett wuseln die Müllsammler, gelassen und freundlich schlendern die fast arbeitslosen Securitys... Feuerwehrleute posieren lachend für ein Erinnerungsfoto. Herrlich...Natürlich erscheint der Chef, his royal Highness Armin van Buuren zuletzt auf der Bühne - und, wie es sich für den lange Jahre besten DJ der Welt gehört, gibt er dem Begriff "Peaktime" einen neuen Sinn.Harte, technoide Sounds, die sich mit noch nie zuvor erlebten Harmonien abwechseln, donnernde Soundscapes, die auch mal in Zerbrechlichkeit und pure Melancholie abdriften.Man vergisst alles um sich herum und blickt in freudig entgeisterte Gesichter, die den Augenblick fangen. Völlig Latte, das es gerade jetzt anfängt zu regnen. Es werden containerweise Ponchos an die Leute verteilt, gratis natürlich. Wir sind ja nicht in der Movie World.Die Electronic Family ist auf der Zielgeraden, es wird ein schönes Feuerwerk gezündet, begleitet von Armin und Christian Burns, die "This light between us" performen. Welch passender Titel. Gänsehaut pur. Schade, dass es schon vorbei ist. Menno…..Selten hat ein Titel einer Veranstaltung so gepasst. Man fühlt sich familiär und ein größeres Kompliment kann man nicht machen. Perfekt, das alles hier!"Music is, what feelings sound like" heißt es im Verabschiedungs-Handout, welches uns am Ausgang überreicht wird.Dem ist aber auch wirklich nichts hinzuzufügen. Außer ein herzliches Dankeschön für einen traumhaften Tag.Text: O. KornFotos: M.M