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Energy

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19.02.2011 ENERGY - We Are The Network Jaarbeurs Utrecht

Ein Netzwerk voller Freude - Energy - We are the Network in Utrecht am 19.02.2011Eine Nachricht die nichts Gutes versprach. Eine Mail, in der verkündet wird, dass das alte Schlachtross Trance Energy, ihres Zeichens grösste Tranceveranstaltung der Welt, ihren Vornamen dem Wind der Geschichte übergibt. Reflexartige Magenschmerzen!Gedanken an die wildesten Nächte, die ich je erleben durfte, kommen hoch. Epische Nächte, die niemals zu enden schienen. DJ-Sets die man nie vergisst, State of the Art-Shows. Massenhypnose. Johan Gielen als letzter Act 2006 - Mein Gott, was haben wir unter der Hallendecke geklebt. Was für ein Brecher von Event!Und nun züchtet der gute Johan erfolgreich Koi-Karpfen, während meinem Lieblingsevent scheinbar ein fremdes Herz implantiert wird.Kalte, neue Welt. Was kommt als nächstes? Kann man bald nur noch in pinken Klamotten zur ‚Sensation pink“ und es wird dort dann die ganze Nacht durch Minimal Piano House gespielt? Kann nicht mal irgendetwas konstant bleiben, was einem so ans Herz gewachsen ist? Als ob die einzige Konstante immer nur der Wandel ist. Alles hat seine Zeit, irgendwie.Gedanken , die nach ca.20 Sec. verflogen sind, nachdem die erste Rundmail des neuen Konzeptes und dem Line-Up von meinen Sehnerven verarbeitet wurde.“ We are the network“als Catchphrase für die neue Offenheit und den Wandel, den die elektronische Szene gerade durchmacht. Stile mischen sich. Reiner Trance ist halt bei den Veranstaltern derzeit nicht der Bringer. Wenn man sich z.B die Klickzahlen des Armada Channels auf Youtube ansieht oder den pickepackevollen Mainfloor der Nature One kommt man zu einem anderen Schluss.Die Einladung, sich zum Netzwerk zu gesellen, kann man aber auf gar keinen Fall ablehnen. Id & T wird’s schon schaukeln.Ok denn, mit nur noch leichtem Bauchgrimmen ab nach Utrecht. Die Jaarbeurs wird eh wieder auf links gezogen, wie in jedem Jahr.Beim Eintreffen auf dem Gelände ballern bereits aus der „Play“-Area die Kanonenschläge Richtung Messehof der Jaarbeurs. Sodass gefühlt, der davor abgestellte Bierlaster fast auf die Seite kippt. Willkommen in den irren Niederlanden, schön das alles beim Alten ist. Die Detonationen lassen hoffen, dass Olaf Dieckmann aka Wippenberg, der den musikalischen Reigen beginnt, noch 100 m von seinen Decks entfernt ist.Diesem ist nichts passiert, denn als die Piqure-Delegation in den heiligen Hallen ankommt, drückt schon von weitem sein unverwechselbarer, progressiver Sound bis an die Eingangspforten der Mainhall. Gänsehaut. Sofort zuhaus und an genau dem Ort, an dem die ultimativen Wochenenden zelebriert und für die Ewigkeit erhalten werden. “Age of love“, mein (aller) persönlicher Tranceurknall in neuem Gewand als Willkommensgruß. Es folgt ein progressiv, techtranciges Set, welches weit vor der Peaktime die Herzen und die Beine der schon zahlreich Erschienenen euphorische Wallung bringt. Kaum ein anderer DJ schafft es in die Cases von Armin van Buuren, Moguai und Felix Kröcher gleichzeitig. Wippenberg schon! Wahrscheinlich der am besten geheimgehaltene Weltstar Deutschlands derzeit.Der lebende Beweis für die Erneuerung dieses Events folgt auf dem Fuße in Gestalt von unserem Lieblingsrecklinghäuser Moguai, der mit seinem Remake von „Get fresh (at the weekend)“von Mel & Kim direkt den Laden komplett aufmischt. Wer ihn und seine Sets kennt, ahnt wie es weitergeht. Wer bei Moguai keinen Spaß hat, egal, aus welcher musikalischen Nische er kommt, sollte auf Michael Bublé oder Justin Bieber umsteigen. So kennt und liebt man diesen sympathischen Freigeist.Während Avicii, der neue weltweite Dancegott die „Play“Area zur Raserei bringt, schnell mal die weiteren Locations „Execute“ und „Connect“inspiziert. Was heißt kurz? Während nach dem fabelhaften Trance-Act Airbase, ein ATB zu nie dagewesener Form aufläuft und den Leuten in der „Connect“-Area teilweise die Tränen der Freude in den Augen stehen, drischt nebenan die Koryphäe Marco V. die „Execute“-Area in den Wahnsinn. Lange, auch so ein Mensch den man hundertprozentig NIEMALS auf einer deutschen Danceveranstaltung sehen wird, zwirbelt die Synapsen der Anwesenden mit sphärischem cheesefreiem Techtrance durcheinander. Oberklasse!! Dieses Event hat wahrlich eine Adrenalinspritze verpasst bekommen, ohne Frage. Auch wenn die immer noch wahnsinnig aufwendige Showtechnik und Bühnenausstattung gegenüber dem letzten Jahr merklich abgerüstet wurde, doesn’t matter!! Die Musik hat sich wieder die Hauptrolle gekrallt.Die Zufriedenheit in den vielen Gesichtern spricht Bände. Wo gibt es sonst ein Event, das mit soviel Liebe bis in kleinste Detail ausgestattet wird?Man tritt ein, und -zack- ist der komplette Schedule für die Nacht auf dem Smartphone. Man hat nachts Bock auf einen Schnitz Ananas oder eine Dschungel-Wurst, dann kriegt man diese von der bis in die frühen Morgenstunden blendend gelaunten Fruit-Host zu fairen Preisen serviert. Die Winterjacke bleibt im sicheren Schließfach, Leute auf dem Floor befächern ihren Nebentänzer mit Frischluft. Das berühmte Brummen in der Luft, das es nur in der Jaarbeurs gibt. Einmalig und schlecht zu beschreiben.Weiter im Text mit Musique.Während in der doch recht hart bespielten „Execute“-Area sich Soundforscher wie Sander Kleinenberg, Wolfgang Gartner und Eddie Halliwell mit der Crowd toben, feuert in der „Connect“ der (leider noch) ungekrönte Champ der Tranceszene, Ferry Corsten sein emotionales und energetisches Set in die Menge, was mit Freudenschreien der ausrastenden Meute aus aller Welt beantwortet wird. Ein sphärischer Soundtrack, gespickt mit liebevoll ausgesuchten Klassikern. Puh, wie sollen unsere Knochen das alles heute Nacht noch aushalten? Immerhin stehen noch unter anderem Matrixx-Resident Jochen Miller, Simon Patterson und de kölsche Jong Tocadisco auf dem Zettel. Und Kutski. Ach ja, fast vergessen.Ein blendend gelaunter Tiesto, der als einer der ganz wenigen Djs, die ich jemals erleben durfte, zwischen seinen überraschend progressiven Tracks, auch mal sein Mic in die Hand nimmt und den nervigen Mcs eindrucksvoll zeigt, wie man die Party verbal anheizt. Der anscheinend völlig ausgewechselte Thijs rockt über drei Stunden die Mainarea, als hätte es seine Schaffenskrise nie gegeben. Der hat richtig Bock, hinter den Decks zu stehen und es wird in der großen Halle auch in den frühen Morgenstunden nicht nennenswert leerer. Zwischendurch stellt er den sympathischen Hardwell, mit dem er die Bombe „Zero 76“gebastelt hat, seinem jubelnden Hofstaat vor. Der Boden bebt, ein Vorhang aus sprühendem Pyros und Lasergewitter erleuchten die Halle und die begeisterten Gesichter. Herrlich!Der Schlussakt wird vom grossen Sander van Doorn zelebriert, danach lassen alle Kräfte nach.Das Fest der ganz großen Gefühle ist leider mal wieder vorbei, der Relaunch ist sagenhaft gut gelungen, der Spirit ist neu entfacht auf subtile Weise. Und auf guten Trance mussten alle Lover dieses Genres zu keiner Minute verzichten. Bei diesem monströsen Event, das, was Danceveranstaltungen angeht, noch immer Maßstäbe setzt. Alles gut bei unseren westlichen Nachbarn. Ich liebe meinen Wohnsitz in der Nähe der holländischen Grenze. Schließlich habe ich in der Jaarbeurs häufig auch schon Besucher aus Kolumbien und Neuseeland gesprochen. Oder Leute, die aus New York anreisen. Sie wissen warum.Tot folgend Jaar, Utrecht en dankzij de mensen van formidabele ID & T voor dit geweldige festivalText: Oliver KornFotos: Milva Montesano