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Luft & Liebe Festival 2011

Samstag 02.07.2011Ort: Landmarke Rheinpreussen/Moers

ReviewLuft & Liebe Open Air Festival Moers

Luft & Liebe Open Air Festival MoersIm Frühtau zu Berge wir zieh’n… fallera… …oder so ähnlich zumindest. Hört man zwar unten an der Straße schon den Bass wummern, so liegt doch noch ein schöner Fußmarsch vor einem bis man an der eigentlichen Location angekommen ist – der Halde Rheinpreußen in Moers.Die Halde Rheinpreußen ist das größte Montankunstwerk der Welt. Ende 2005 beschloss der Regionalverband Ruhr, auf der Halde einen ca. 30 Meter hohen Turm - den "Geleucht" - in Form einer Grubenlampe zu errichten. Der Künstler Otto Piene fertigte den Entwurf und im September 2007 brannte in der nachempfundenen Grubenlampe zum ersten Mal Licht. 35 Leuchtmasten werfen abends ihr glutrotes Licht auf eine Fläche von ca. 8.000 Quadratmetern der Halde. So wurde die im traditionsreichen Industrieumfeld liegende Halde, Ankerpunkt der Route Industriekultur, als Landmarke gestaltet und erinnert noch heute an die gefährliche Arbeit von unzähligen Berg- und Hüttenleuten sowie an den ersten Bergbaustandort am linken Niederrhein. Vergangenen Samstag, dem 02. Juli avancierte dieses Kunstwerk bereits zum vierten Mal unter dem Titel „Luft & Liebe“ zur Partylocation für die Freunde elektronischer Musik.Die Veranstalter trumpften mit einem Line Up der Superlative auf, das auch 2011 mit Headlinern wie Oliver Koletzki, Fritz Kalkbrenner, Lexy & K-Paul und Michel Cleis keine Wünsche offen ließ und einen Tag voller feinster elektronischer Klangkunst versprach.Oben angekommen bot sich vor der überwältigenden Naturkulisse ein tolles Bild.Sonnenstrahlen schienen auf den Berg, gelegentliche Anflüge bunter Konfettistreifen und… bääääm… 2500 Feierwütige, die rund um den Geleucht zum Sound von Oliver Koletzki tanzten. Der Durchstarter des letzten Jahres bewies sein Können gleich nach Michel Cleis, der die Meute u.a. mit seinem bekanntem Track „ La Mezcla“ ordentlich anheizte. Die Sets der beiden verbreiteten mega gute Laune und die Besucher hatten sichtbar einfach nur jede Menge Spaß.Um kurz nach 20 Uhr kam die Ablösung für Oliver Koletzki. Das Duo aus Berlin ging an die Decks und kurz darauf tönte es aus allen Boxen: „Wir sind keine Melodie, wir Lexy & K-Paul!“, immer und immer wieder…Die Routiniers hatten sich mal wieder „Let’s play“ auf die Fahnen geschrieben und es war traumhaft zu sehen wie Lexy & K-Paul mit der Crowd interagierten… einfach BOMBE! Von der Plattform des Turms sah man unten des Öfteren ein Meer homogener Bewegungen, die die zwei Spielkinder an den Turntables - mal durch Vortanzen, mal durch das Drücken diverser Knöpfchen - initiiert hatten. Diese Atmosphäre rockte, besonders als die Jungs ihre Klassiker zum Besten gaben, und bescherte definitiv Gänsehaut!Ob Fritz Kalkbrenner das noch toppen konnte? Das kann nur jeder, der vor Ort war, für sich selbst beantworten. Jedoch man kann mit Sicherheit sagen, dass er seinem Bruder Paul, der bereits letztes Jahr das Vergnügen bei „Luft & Liebe“ hatte, in nichts nachstand.„Dieser Fritz ist einfach zu geil!“… um mal einen der Veranstalter zu zitieren, und Recht hatte er!Fritz Kalkbrenner eröffnete seine Session gediegen mit melodischen Elementen, die dann zügig mit saftigen Beats gepaart wurden. In seiner gewohnten Manier verzauberte er das Partyvolk, während die Sonne hinter dem angrenzenden Waldsee verschwand. Keiner versteht es so wie er, die verschiedenen Stile zu vereinen. Das zeigt er nicht nur auf seinem letzten Album „Here Today, Gone Tomorrow“, auf dem man die Musikrichtungen Pop, Techno, Soul, House, Elektro und Minimal wiederfindet, sondern auch in seinen Live-Sets.Es ist fast unbeschreiblich wie die Leute vor der Bühne Gas gaben, wenn man bedenkt, dass einige von ihnen seit 14 Uhr durchtanzten. Als im Schoß der Dunkelheit und der glutrot illuminierten Halde kurz vor Ende ein farbenfrohes Feuerwerk gezündet wurde, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.Fazit: Das „Luft & Liebe electronic music open air festival“ ist eine gelungene Sache – besonders wenn man sich vor solch einer Kulisse, in „familiärer“ Atmosphäre zu feinsten elektronischen Sounds treiben lassen möchte… wir freuen uns und sind gespannt auf „Luft & Liebe“ 2012! Text & Bilder: Isabelle Roubert