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Nature One

ReviewNature one 2010

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30.07. - 01.08.2010Raketenbasis PydnaKastellaun/Hunsrück

Nature One 2010Von wegen Flagge auf Halbmast !Woche eins nach dem unfassbaren Duisburger Desaster. Der größten Tragödie in NRW seit Jahrzehnten und gleichzeitig der größten Tragödie, die die elektronische Familie jemals erlebt hat.Der Autor samt seiner Liebsten und Freund Lars reist in banger Erwartung Richtung Kastellaun.Die Ereignisse in der Vorwoche sitzen noch heftigst in den Knochen, wir waren auf dem Güterbahnhof anwesend.Die Nature ist somit das erste wirklich große Event- der Stimmungstest der Community, welche sich nach 7 Tagen in einem nicht endenden Albtraum wähnt und befindet.Die ein ganzes Jahr heiß ersehnte Anfahrt Richtung Pydna läuft mit angezogener Handbremse.Mal sehen, ob die Crowd mehr kann, als die Arme in die Luft zu reißen. Um es gleich zu beantworten:Nur bedingt !!!Aber verdammt noch mal, das schönste aller elektronischen Events, verdient es jetzt gerade mal überhaupt nicht, jetzt durch die Ereignisse in Duisburg auch noch in die Bredouille gezogen zu werden.Also hin dort und sehen, wie die Stunde 0 rüberkommt. Kommen weniger Leute? Wie bedrückt wirkt die Szene? Oder brennt die Luft so wie immer auf der Pydna?Ab in den Wahnsinn, der sich schon von weitem durch die wie immer spektakulär anzusehenden Locations ankündigt. Und durch ein zunächst reichlich verplant wirkendes Publikum. Wie immer lockt von weitem der Schalldruck, also rauf auf den Floor…Shootingstar Menno de Jong, sowie TokTok vs.Soffy O. im Liveset verpasst.Wie immer, man kann nicht überall sein. Und schon gar nicht rechtzeitig. Nicht auf der Nature.Beim Eintritt auf das Gelände fällt zunächst außer einer gepflegten Kälte auf, dass die Nature One für einen Freitag direkt nach dem Blick in den Höllenschlund blendend besucht ist und die Floors vor Vitalität fast bersten. Tocadisco heizt der Menge ein und übergibt auf dem Mainfloor an Paul van Dyk, der danach ziemlich ballernden Hardtrance auf hohen Touren in die Menge feuert- und die Crowd um den Openairfloor ein wenig wuschig macht.Es ist voll hier, auch ein wenig aggro, also setzen wir unseren ersten Zug übers Gelände fort.Fest steht, das I-Motion sound-und lichttechnisch mal wieder komplett in die Vollen gegriffen hat.Wie zaubern die bloß jedes Jahr aufs Neue so eine doch wieder neue und einmalige Atmosphäre über die olle Raketenbasis? Was muß das an Arbeit und Gehirnschmalz sein? Das mit der Liebe zum Detail kann wahrscheinlich von mir keiner mehr hören, aber ich muß es mal wieder niederschreiben.Am ersten Abend im Century Circus drehen hintereinander Timo Maas, Carl Cox und Chris Liebing. Im House of House unter anderem Koletzki und Dlugosch.In letzterer Lokalität erleben meine liebste Fotografin und ich einen Tom Novy, der sich geradezu freispielt von dem Supergau, dem er die Woche zuvor beiwohnen musste. Es wird eine würdige Housemesse zelebriert- empathisch, friedlich und fein.Die Clubs erstmal beiseite gelassen, dann noch mal zum Classic Terminal rübergemacht und Charly Lownoise samt Kumpel Theo gelauscht, die wahrscheinlich auch froh waren, in Deutschland derzeit noch lachende Gesichter zu sehen. Auch sie waren Augenzeugen in Duisburg.Sowieso war der Trend zum guten alten Hakkesound unüberhörbar. Und die Leute vor den heftig lauten Soundsystemen auch nicht kleinzukriegen.Ab nach Blankenrath in unsere Bleibe.Der Samstag will ja auch noch geschafft werden. Sind ja nicht mehr die Jüngsten.Der Samstag war geprägt durch die Ballonaktion auf dem Campingplatz, um den Toten von Duisburg zu gedenken und niemand, der dabei war, wird es vergessen können.Auch wenn –wie prognostiziert- ein Hornochse weitermusizieren wollte.Das Samstagsprogramm startete unüblich.Ein Gig von Mastermind Taucher auf dem Campingplatz stand an. Mit Unterstützung von Thorsten Schuth und einer tollen PA konnte der Abend ja nur gut losgehen.Auf dem Weg dorthin zerlegte ein ziemlich hochdosierter Jüngling seinen BMW Dreier bei ca. 160 BPM. Er tanzte die eigentlich noch passable Karre kurz und klein. Bevor er durchs Schiebedach brach, verließen wir das Campingvillage. Nur Irre hier, ohne Ausnahme.Also zurück in die Pydna und in Empfang genommen worden von unser aller Liebling Moguai, dessen Liveset ich zum ersten Mal hören durfte.Puh, gut das wir so Burschen im Lande haben, die der gesamten elektronischen Szene die Impulse verpassen. Gute Stimmung, fernab von übertriebener Ausgelassenheit.Nach der Hymne, dem Feuerwerk und dem Gig der NatureOne Inc stand wieder ein musikalisches Highlight des Jahres an.Armin van Buuren in absoluter Bestform, der den Openairfloor zum Platzen brachte und ein Tranceset vom wirklich allerfeinsten in den Regen knallte. Der helle Wahnsinn und inzwischen ein Fixpunkt der Nature.Wenn man überlegt, das er 2005 auf der Pydna gerade mal seinen zweiten Deutschlandgig hatte!!Rüber in den Century Circus zu The Advent und die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes TECHNO körperlich gespürt. Was für eine rohe Gewalt, was für ein brillianter, prügelnder Irrsinnssound.Da kommt sie her, unsere Passion.Diesmal die Bunker bis auf die feine Elektroküche ausgelassen und wieder hinüber zum Openairfloor, um Ferry Corsten zu erleben.Um die Steigerung von dem zu erleben, was Armin kurz zuvor abgefeiert hat.Trance in allerhöchster Ausprägung, melancholisch, präzise gemixt und in seiner unglaublichen Schönheit ein Bindeglied für den kompletten Mainfloor.Unity without words. Seit Jahren nicht mehr eine Crowd so beieinander erlebt. Dafür komm ich zur Nature One und nur hier gibt es hierzulande so eine spezielle Stimmung und diesen Spirit.Danach noch gespannt auf den Westbam-Gig gewartet, der urtypisch für ihn begann und mit einem trotzigen Loveparade-Medley endete, in dem nur die nicht ganz so fröhlichen Titelthemen verarbeitet wurden.„Can’t stop us“ im Morgengrauen hatte etwas gespenstisch schönes und ich danke dem Max für diesen eigentlichen feierlichen Abschluss der diesjährigen Nature und für die Würde und Ernsthaftigkeit, die sein Sound verbreitete.Denn Alex M.O.R.P.H b2b Woody van Eyden als Ersatz für Dag hinter die Decks zu stellen, sollte seitens der musikalischen Direktion von I-Motion noch mal überdacht werden.Alles in allem war die diesjährige Ausgabe der Nature One, betitelt mit „The flag keeps flying“eine ganz besondere.Abgrund und Liebenswürdigkeit der Szene standen sich dicht gegenüber und die Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit gewannen schlussendlich die Oberhand. Man passte aufeinander auf, war nett zueinander und genoss die Musik. Und die fantastische Organisation von I-Motion, die verdammt stolz darauf sein können, unter diesen Umständen dieses monströse Event geschultert zu haben. Mit minimalen Besucherrückgängen, die vermutlich nur dem Regen geschuldet waren.Ja, am Samstag wurde in der Pydna wirklich wie „früher“gefeiert.Die ganz große Euphorie fehlte diesmal naturgemäß, aber das kann man den Machern mitnichten anlasten. Sie haben mal wieder wirklich alles gegeben, um die Nature One 2010 zu stemmen. Und die Flagge heftig wehen lassen.Und nun zählt der Countdown bis 2011 wieder rückwärts. Wie immer !!!We´ll be there!Text: Oliver KornFotos: Milva Montesano