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Review MAYDAY 2011

Freitag, 30. April 2011Westfalenhallen44139 Dortmund

reviewMAYDAY 2011

Twenty Young- die große Geburtstagssause der MaydayDer Wecker klingelt.Im Moment des Augenaufschlagens wird einem bewusst, das des Abends zum 20.Mal die amtliche Hochmesse der weltweiten Ravekultur begangen wird. Noch liegt man friedlich, die Beine tun noch nicht weh, der Alkoholpegel liegt noch bei 0,0 Promille.Aber man weiß, dass des Abends wieder der maximale Angriff auf alle Synapsen startet. Das Mutterschiff Mayday lässt sein Nebelhorn erschallen- als netterweise zur besten Frühstückszeit die neue, fantastische Hymne durch die Küche scheppert.Der Tag muß gut werden. Aber wie kann man bitte die Geschichte der Mayday zum Kontext des Abends machen? Mein überlebensgroßes Vertrauen zum Veranstalter lässt keine Zweifel zu, das es einen Abriss erster Güte geben wird. Das die Westfalenhalle nach den letzten 20 Editionen überhaupt noch steht, grenzt eh an ein Wunder.Was drastisch klar wird, als wir beim Eintritt in die Arena ergriffen in einem der kollossalsten Soundgewitter stehen, welches wir jemals erleben durften. Was haben die Jungs und Mädels denn bitteschön für ein abgefahrenes Soundsystem aufgetrieben? Da wird auch Richard Durand hinter den Decks die eine oder andere Gänsehaut gehabt haben. Maßstäbe setzend!Schon weit vor Mitternacht prächtige Stimmung allerorten. Herrlich. Bei Laserkraft 3 D fliegt einem vom Bass fast die Murmel vom Hals.Die Turntablerocker und Felix Kröcher drehen die Bude langsam in den roten Bereich und wir beschließen, die Location des dicken Geburtstagskindes ein wenig zu erkunden.Die Shootingstars Dabruck und Klein legen im Mixery-Casino eine herrlich minimale Soundspur aufs Parkett, die kontinuierlich Druck aufbaut. Gefolgt von Tube und Berger, die für spitze Schreie sorgen. Damned, ich werde den Novy Tom nicht sehen.Auf in den Twenty young Dome, wo gerade unser Parade B.O.T.T.R.O.Per Hooligan Classics auf die Ü30-Abteilung abfeuert. Retro-Animationen an der Wand, historische Soundsysteme, wo man noch die kratzende Nadel hört, ein euphorisches Raunen, als „Dreams“von Quench beginnt. Heilix Blechle, wie lang ist man schon auf diesen Brettern und was hat man dort alles schon für Abfahrten erlebt? Und hier startet gerade der nächste fröhliche Amoklauf.Es zeigt sich mal wieder die grenzenlose Liebe der Veranstalter gegenüber ihrem Event.Hier im Classicsbereich werden sich in der Nacht noch Takkyu Ishino, Hardsequencer, Marusha Ravers Nature und Tanith die Regler übergeben. Die Members kriegen eine Extrashow und Tanith wird ein unvergessliches Abschlussset drehen.Die Factory lassen wir außen vor, obwohl auch dort der Bär los ist. Man mag vom knochenharten Sound von Showtek oder Angerfist halten was man will, die Leute feiern, als gäbe es nie wieder ein Morgen.Allein für die Visuals dort und in den anderen Hallen ist der Begriff „Perfektion“untertrieben. Atmosphäre pur, befeuert durch die tolle Laune der 27000 Ravejünger. Übrigens ein einsamer Rekord in der langen Maydaygeschichte.Len Faki im Empire wechselt sich ab mit Jeff Mills. Gefolgt vom ein wenig missmutigen Herrn Väth, wie war das noch mal mit der „guden Laune“?Zurück in die Arena, wo Paul van Dyk ein wieder mal sehr hoch drehendes Hardtrance-Set zelebriert. Ohne Pause voll auf die Omme, die Leute in der brechend vollen Halle hängen quer unter der Decke.“Mayday, Mayday“-Schreie, Pyros, Flammen. Yeah, ein guter Platz für einen feisten Samstagabend.Die „Members“im Anschluss haben so eine Stimmung wahrscheinlich schon lang nicht mehr erlebt. Was für ein Gig. Um ihn mit einem topfitten Westbam zu toppen, der es sich nicht nehmen lässt, zum Wiegenfeste mal wieder seinen strangen Westbam-Dance auf dem Booth aufzuführen. Heisere Schreie und „Mayday“-Rufe ohne Pause. Und „United states of love“ als Manifest…..Danach erstmal ab in die Ränge um den grandiosen, jedes Mal wieder ergreifenden Ausblick zu genießen. Bei Sander van Doorn fordert der Körper baldige Ruhe. Marco V.und Blank and Jones sind noch auf dem Zettel, menno!!Und Eulberg. Und Lokalmatador Ante Perry. Der vermutlich die Meisterschaft des BVB gleich mitfeiert.Was für eine tolle, große Nacht. Allein für die Idee der „Wall of fame“sollte man die Erfinder hochleben lassen.Maydaygeschichte sichtbar gemacht mit alten Plakaten, Flyern und Klamotten. Alle museumsreif.Aber nicht die Mayday selbst. Sie gibt weiterhin die Marschrichtung vor. In diesem Jahr ging es weit zurück und doch ganz weit nach vorn. Eine der wichtigsten Danceveranstaltungen der Welt, die sowohl Altravern Nackenschauer verpasst, als auch die nächste Generation holt.Das Ziel, die vielen Raver glücklich und müde in den Morgen zu entlassen ist so gut wie nie zuvor gelungen.Mal wieder wurde ein weiterer Maßstab gesetzt.Nach der Mayday ist vor der Mayday.Und im nächsten Jahr wird danach Urlaub genommen, ich schwöre es hier und jetzt.Das nächste Mal höre ich die Vögel zwitschern, wenn es nach Hause geht.Und ich hoffe doch sehr, das ich mich dann nicht wieder durch eine BVB-Meisterfeier kämpfen muss…..Text: O. KornFotos: M:M & I-Motion