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Ruhr in Love 2011

25. Juni 2011OlgaParkOberhausen

ReviewRUHR in LOVE

Ruhr in Love 2011 - Gratisfango in der Olga Heute, ja genau heute wird das Tanzbein geschwungen. Eine flotte Sohle sozusagen. Oberhausen wird auf links gedreht. Bis das die Hose am Kronleuchter hängt. Bis man mit dem Pferd von Karlheinz geduscht hat. Es wird solang gefeiert, bis es selbst keine Frühstücksbrötchen mehr gibt. Natürlich wird die diesjährige Ruhr in Love nach der Killeredition letzten Jahres nochmals Kohlen nachgelegt bekommen. Ist klar. Spätestens nach dem Blick aus dem Küchenfenster sind obige Gedanken Geschichte, denn es schifft draussen wie in Manchester im Oktober. Na spitze. Statt eiskaltem Pils in der Sonne scheint eher heißer Kaffee angesagt, um die Party vorzuglühen. Aber wie so oft liebt der Schreiber dieser Zeilen eine faustdicke positive Überraschung. Die just einsetzt, als die ersten Beats bereits bei uns im Vorgarten eintreffen und eine wörtlich zu nehmende Packung versprechen. Auf in die Olga zu Oberhausen-Osterfeld, die 5 Minuten entfernt ist. Und , man traut seinen Augen kaum, das Gelände ist rappelvoll mit tanzenden und schlendernden Partygesellen und Gesellinnen. Mit einem zufriedenen Grinsen, das aus 40000 Gesichtern suggeriert: „f...k dich, du dämlicher Regen, wir rocken hier die Party. Und wenn wir alle danach aussehen wie nach ner Dschungelprüfung“ Wir im Ruhrpott kennen kalte Duschen und die von ausserhalb Dazugestossenen können halt nicht anders, als sich Schimanski-like auch mal im Siff zu wälzen. Von daher ein Kompliment an alle Beteiligten. 40.000 Partypeople und 300 DJs, sowie unzählige Supporter haben sich die goldene „Remember Glastonbury“-Medaille verdient. Wer danach nicht 45 Minuten duschen musste, war nicht dort. Was für ein Spaß. Mit einer stilistischen Bandbreite von House, Trance, Hardcore über Acid, klassischem Techno, Balearic Beats über 1000 weitere Äste des riesigen Technobaumes ist die Ruhr in Love eines der vielfältigsten Festivals weit und breit. Dies ist auch in diesem Jahr wieder vom feinsten umgesetzt. Kleine Floors, 35 an der Zahl, reduzierte Deko, simple, aber effektive Soundsysteme und vor allen Dingen Djs aus der Clubszene, wenig Big Names. Das ist das Geheimnis, die „Realness“ und Credibility der Ruhr in Love. Familiär angelegt. Hinter jeder Ecke ein kleiner oder größerer Floor. Satte Bässe, zischende Hihats an jeder Ecke. Gemischt mit clubbig-spitzen Beifallsbekundungen. Wo soll man musikalisch anfangen? Die Creme de la Creme der Clublandschaft hat mal wieder alles aufgefahren, was geht. Giganten wie Da Hool oder Niels van Gogh an der einen Ecke treten gegen Stormtrooper und die Hellsbangers an. Gayle San Back2back Sven Wittekind und Altmeister wie die Man at Arms lassen kollektiv die Arme in die Luft fliegen. Handys würden jetzt schon nässetechnisch aufgeben, nicht die tobende Meute. Was für eine Stimmung trotz dieses Horrorwetters.. Auf dem Mainfloor, der aufgrund seiner kuscheligen Stimmung, jede Wetterunbill vergessen lässt, sorgen unser Bochumer Jung Woody van Eyden, die Turntablerocker, die Solinger Fraktion um Tube und Berger für sommerliche Sounds. Die Leute danken es ihnen mit einer krachenden Party. Die Mainfloorkrone aber gebührt dem hier immer noch völlig unverständlicherweise unbekannten Marco V.aus Eindhoven. Seine Mischung aus Techtrance, Techno, und House gehört zum originellsten und tanzbarsten, was es seit Jahren gibt. Wird auch Zeit, das ihn die Leute hier mal richtig abfeiern. Was sie laut schreiend tun. Mehr davon! Noch ein wenig dem Kröcher gelauscht und dann gemeinsam vorgenommen, bevor man bis auf die Knochen nass ist, über die genial beschallte „Heavens Gate“-Area langsam Richtung heißem Bad zu streben…..und dann wie ein nasser Sack im Schlamm ausgerutscht. Mmhh ein saftiges Schlammbad.….Jetzt erst hab ich die höhere Weihe, der Festivalkultur erreicht, genau auf dieser Ruhr in Love….Bevor es eine Lungenentzündung gibt, düsen wir jetzt gleich sitzbeheizt nach Hause. Auf dem Weg nach draußen tanzen die Kids in den Wassergräben, zerfetzte Schirme in der Hand. Ein seliges Lächeln im Gesicht Jungs mit hochgestellten Polokrägen müssten sich hier fühlen wie auf einer Taufe der Hells Angels, tun sie aber nicht. Sie feiern volle Elle mit. Alle feiern die Liebe an der Ruhr. Bis zum feuchtfröhlichen Ende. And bigger and bolder and rougher and tougher…. Ich stehe ein paar Minuten später im Bad, löse mir die Schlammkruste vom Leib und höre plötzlich um kurz vor 22 Uhr durchs Fenster ein von einem euphorisierten DJ geschrieenes „Wir sehn uns auf der Naaaaaaaaature Oooooooooone!!!!! Lautes Gejohle folgt. Ich schmunzel in mich hinein. Junge, Junge….Mal wieder einem herrlichen I-Motion-Event beigewohnt, die es einfach drauf haben, eine Veranstaltung mit Schmackes auf die Beine zu stellen. Das Ruhrgebiet braucht Liebe, die hat es an diese Samstag reichlich bekommen. Und wer weiß, an wie viel Kronleuchtern anderntags noch ne Hose hing? Bei den gefühlten 700 Afterhours im Schedule. Meine war zu verschlammt……und das war auch gut so! Text: O.Korn Fotos: M.M