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TRANCE CITY

ReviewTRANCE CITY

02.10.2010 ESSIGFABRIK - KÖLN

Trance is back in Town Reine Tranceveranstaltungen in Deutschland sind bekanntlich ein schwieriges Thema, sicher auch, weil „Trance“ innerhalb der elektronischen Musikszene beinahe zum Schimpfwort geworden ist und in der Wertigkeit zwischen Autoscooter und Grossraumdisko angesiedelt ist ... völlig zu unrecht, da es eine enorme Vielfalt und Qualität in diesem Genre, weit jenseits der ausgeleiherten Delphin-Compilations Volume 78, zu entdecken gibt. Um so lobenswerter die mutige Entscheidung des Trance City Teams der „Line Up Agency Germany“ nach satten 7 Jahren Pause in Köln, eine neue Trance-Partyreihe zu etablieren und – soviel sei vorab verraten – der Versuch ist rundum gelungen !! Schon die Auswahl des Lineups verhieß exzellente Qualität, auch wenn die ganz grossen Namen (noch) fehlten, aber wenn Künstler wie Michael Burian, Jorn van Deynhoven, Mike Koglin und Taucher auf dem Flyer stehen, ist das für einen Premierenveranstaltung sicher aller Ehren wert. Als Location wurde die Essigfabrik / Elektroküche auserkoren, somit standen zum einen ein bewährter und feiererprobter Club, zum anderen 2 Floors zu Verfügung, um der Bandbreite von Trancemusik Rechnung tragen zu können. Somit war die Entscheidung gefallen, den Weg nach Köln anzutreten um dieses Event zu besuchen, dokumentieren und natürlich nebenbei noch ausgiebig zu feiern ! Dass am gleichen Abend die Syndicate in Dortmund stattfand, wurde dem Rezensenten beim einsteigen in den Zug klar, als er dort von Terror und Hardcore auf diversen Handys begrüsst wurde – nun ja, jedem das seine, aber selbst als aufgeschlossenem Technoenthusiasten war mir das doch ne Spur zu heftig ... egal, raus aus dem Zug und auf in die Essigfabrik, um sich dort einer deutlich harmonischeren Spielart der Elektronik hinzugeben. Dort eingetroffen, stellte sich direkt Erleichterung ein, auch zu früher Stunde füllte sich die Location zügig, es hätte schließlich auch anders kommen können - und die Besucher waren gut aufgelegt und sehr entspannt, was in Deutschland keineswegs selbstverständlich ist, vor allem, wenn man hier Vergleiche mit holländischen Technopartys zieht. In der Essigfabrik war der Mainfloor untergebracht, hier wurde auch die vom Veranstalter beworbene Lasershow aufgestellt und –wesentlich wichtiger- auch eingesetzt, dies bereits zu einem frühen Zeitpunkt – auch hier setzt sich die Trance City wohltuend von Partys ab, die zwar Laser haben, diese aber nur in homöopathischen Dosen benutzen ! Musikalisch wusste die Veranstaltung ebenfalls von Anfang an zu gefallen, keine Spur von der Sorte Trance, die einen zweifeln lässt, ob es sich überhaupt noch um elektronische Musik handelt oder ob nicht doch Richard Claydermann hier seine Finger im Spiel hatte ... Bereits der Opener Alex van Dream aus Luxemburg zog die, nur ganz am Anfang noch etwas verhaltene Meute, mir einem harmonisch-melodiösen Set schnell auf die Tanzfläche – gefolgt vom tschechischen DJ Superstar Michael Burian, der als Besonderheit Teile seines Sets von einem Akustikgitarristen begleiten ließ. Der holländische Shooting Star Jorn van Deynhoven wusste ebenfalls mit einem klassischen und sehr flächigem Set zu gefallen, anschliessend ließ es Mike Koglin, der vielen sicher von seinem grandiosen „The Silence“ Depeche-Mode-Remix bekannt ist, in besten UK-Trance Stil krachen, bevor der spanische Altmeister Pedro Lopez zusammen mit Mo den Abend mit diversen Trance Classics beschlossen, die Erinnerungen an feinste holländische Partys à la Matrixx aufkommen liessen … wirklich bemerkenswert, dass man so in Deutschland feiern kann – dies konnte man den vielen glücklichen Gesichtern auch ansehen. Auch der kleine Floor in der Elektroküche ließ keine Wünsche offen. Nachdem bereits DJ Jochen Peuyn mit seinem progressiv-technoiden Set die Stimmung ordentlich angeheizt hat, übernahm - mein persönliches Highlight des Abends- DJ Legende Taucher die Decks, um auf dem Floor ein unglaublich grandioses 4 Stunden-Set durch die PA zu jagen, am Anfang brachte er die Crowd mit einer Handvoll Genre Klassikern in Stimmung, um dann langsam, aber sicher mit seinem unvergleichlichen deep-progressiven Stil die geneigten Fans entgültig in andere Sphären zu schicken – einfach sagenhaft, wie dieser Künstler immer wieder auf´s neue Tracks raushaut, die man sonst nirgendwo zu hören bekommt, das ganze garniert mit den ebenso gelungenen Eigenproduktionen. Unbedingte Booking-Empfehlung für weitere Events dieser Reihe !! Applaus brandete auf, Licht an, Spot aus ... der Sonntagmorgen dämmerte bereits und so begab sich die Autor dieser Zeilen wieder in Richtung Heimweg, mit dem schönen Gefühl, Teil einer sehr gelungenen Veranstaltung gewesen zu sein. Hervorzuheben sei -last but not least- auch noch die sehr freundliche und aufmerksame Crew, sei es an der Bar, Garderobe oder Security – auch das macht einen grossen Teil einer guten Party aus !! Diesmal herrschte im Zug übrigens Stille vor, die Syndicate Heimkehrer machten ebenfalls einen entspannten Eindruck ... so ist das wohl, ob Trance oder Hardcore – Sonntagmorgens um halb 10 sind wir doch alle gleich !! Bei Youtube sind übrigens viele Videos der Trance City zu finden, als kleine Inspiration für alle, die nicht dabei waren – oder als schöne Erinnerung ! Weitere Trance-City Partys sind geplant, we keep you posted !! Text & Bilder: Lars Wehrmeister