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Wir sind Helden

28.10.10 Ringlokschuppen in Bielefeld

ReviewWir sind Heldensuppport Herrenmagazin

Wir sind HeldenBielefeld, Ringlokschuppen Schon eine Stunde vor dem offiziellen Konzertstart ist klar: Es wird voll heute im Ringlokschuppen. Der Veranstalter meldet ein ausverkauftes Haus. Kein Wunder eigentlich: Nach einer längeren, auch nachwuchsbedingten Pause sind die Fans hungrig auf neue Heldentaten. Das Album „Bring mich nach Hause“ erschien am 27. August 2010 und stieg gleich auf Platz Eins der deutschen und österreichischen Charts ein. Jetzt gehen die Helden wieder auf Tour, und heute schauen sie in Bielefeld vorbei. Eröffnet wird das Konzert von vier Hamburger Jungs mit dem schönen Namen „Herrenmagazin“. In ihrem 35-minütigen Set präsentieren sie eingängige und zuweilen auch richtig starke Songs mit einem Charme, der so gar nicht an die kühle norddeutsche Schule erinnern will. Besonders an den Stellen, an denen das Ganze zu Rocken beginnt, zieht auch das Publikum mit. Die Band antwortet: Der sympathische Frontman Deniz Jaspersen, der mich irgendwie fatal an Elton erinnert, verliert schon im vierten Song beim Moschen seine Brille. „Von hier an blind“ – besser hätte der Übergang zu den Helden nicht funktionieren können. Punkt 21.35 Uhr wird das Licht im Saal zum zweiten Mal gelöscht und aus den Boxen ertönt ein Intro, das mit Fiesta-Klängen den Opener „Was uns beiden gehört“ vom neuen Album vorbereitet. Die erste große Überraschung ist nicht etwa die enorme Länge von Schlagzeuger Pola Roys Bart (das konnte man schon anhand der Album-Fotos erahnen), sondern die Tatsache, dass Bielefeld es heute mit sechs Helden zu tun bekommt. Bassist Mark Tavassol übernimmt abendfüllend den Gitarren-Part, was eines der zusätzlichen Bandmitglieder erklärt. Darüber hinaus bereichert noch ein Keyboarder den Sound der Band, der dadurch voller und harmonischer wirkt. Überhaupt bestätigt der Live-Gig von Anfang an, dass das Geschwätz um das „reifere“ und „nachdenklichere“ neue Helden-Album doch nicht so weit hergeholt war. Vom astreinen Sound über die Songauswahl bis hin zum Bühnenbild ist das hier eine wahrhaft gestandene Leistung. Die Partymeile, die die schiere Präsenz der Helden sonst aus Clubs und Hallen machte, hat zwischendurch immer wieder Sendepause. Verträumte Song-Strecken wie bei „Echolot“ und „Die Zeit halt alle Wunder“ oder bei „Bring mich nach Hause“ und „Du erkennst mich nicht wieder“ scheinen jetzt häufiger und bewusster Teil der Helden-Zeremonie zu sein. Aber die Helden wären keine, wenn sie nicht wüssten, dass auch die andere Seite der Macht bedient werden will. „Aurelie“, „Guten Tag“ und „Denkmal“ beschließen das Haupt-Set – das übrigens mit überraschend wenigen Songs aus dem neuen Album aufwartet – und verwandeln den Ringlokschuppen fast schon zwangsläufig in einen Hexenkessel. Lange müssen die Zugabe-Rufe nicht erschallen, bis die Band wieder auf der Bühne erscheint: Backstage war es „zu kalt“ und Judith ist heute sowieso erkältet (aus solidarischen Gründen, wie sie verkündet). Trotzdem holt sie noch einmal Luft für sechs Zugaben, die mit dem glorreichen „Im Auge des Sturms“ einen zwischenzeitlichen Höhepunkt erreichen. Am Ende des fast zweistündigen Sets fragen die Helden dann nicht ganz umsonst „Bist Du nicht müde?“ Klar, werden viele gedacht haben, aber bei diesem grandiosen Gig hätte man sich auch noch zwei Stunden länger auf den Beinen gehalten. Neue Helden brauchte das Land: Jetzt kann es sich satt und beruhigt auf den Heimweg machen. Setlist Wir sind Helden: Was uns beiden gehörtVon hier an blindWenn es passiertEcholotDie Zeit heilt alle WunderAllesBring mich nach HauseDu erkennst mich nicht wiederThe Geek (Shall Inherit)Alles auf AnfangEndlich ein Grund zur PanikStreichelzooAurelieGuten TagDenkmalWolf & BrigitteRüssel an SchwanzNur ein WortIm Auge des SturmsNichts was wir tun könntenBist Du nicht müde?